Yoga für Einsteiger

Yoga für Einsteiger

Equipment, Voraussetzungen und Einstellung…

Vorab gilt eins klarzustellen: YOGA IST KEINE ZIRKUSGYMNASTIK! Und auch kein Fitnesstraining und auch kein Wettbewerb.

Yoga ist vielmehr eine Lebensphilosophie, die seit über 2.000 Jahren in Indien praktiziert wird.

In der Hysterie und Schnelllebigkeit des 21. Jahrhunderts und auch schon davor ist die Philosophie des Einklangs von Körper und Geist immer mehr zu uns durchgedrungen. Gesundheitsprävention und Stressbewältigung stehen im modernen Yoga ganz oben auf der Liste.
Yoga bringt dazu viele Benefits, die keinem von uns schaden würden: eine gesteigerte Koordinationsfähigkeit, mehr Flexibilität und Bewegung, Kraft und Ausdauer (sowohl körperlich als auch geistlich), sowie die Anregung des Stoffwechsels. Auch eine vorbeugende Wirkung von Herz- und Kreislauferkrankungen wird dem Yoga ebenfalls nachgesagt.

Dass Yoga kein reiner „Sport“ ist, erwähnten wir bereits. Vielmehr steigert Yoga mit Achtsamkeit und Koordination von Atem und Bewegung die Selbstwahrnehmung. Achtsamkeit in Form von Meditation ist ein großer Bestandteil des traditionellen Yoga.

Kann auch ich Yoga machen und wo mache ich es am besten?

Yoga kann von jedem gelebt werden, der atmen kann und an jedem Ort ausgeübt werden, an dem es Luft zum Atmen gibt.
Wie ihr gemerkt habt, besteht ein weiterer großer Teil des Yoga aus der Atmung. Durch die kontrollierte Atmung, Pranayama (Prana = Energiefluss), wird der Energiefluss in Gang gebracht. Spürt, wie ihr euch alleine durch die Atmung aktiver, fitter und erfüllter fühlt. Somit ist das Atmen die wichtigste Voraussetzung, um Yoga praktizieren zu können.

Der Ort eurer Yogastunde kann frei gewählt werden. Es ist dabei egal, ob es am Timesquare in der Masse stattfindet oder in eurem Garten bei Sonnenschein und Ruhe – wichtig ist: ihr konzentriert euch nur auf euch und lasst euch von nichts ablenken. Für den Anfang empfehlen wir deshalb einen geschlossenen, ruhigen Raum, in dem ihr von nichts abgelenkt werdet. Habt ihr eure meditativen Fähigkeiten soweit aufgebaut, dass ihr euch mehr zutraut, geht hinaus in die Natur oder legt eine spontane Runde Yoga mitten im Getümmel der Arbeit ein.

Büromann beim Yoga im Anzug mit einer Tasse Kaffee

Wie ist eine Yogastunde aufgebaut?

Klassische Bausteine einer Yogastunde sind:
Meditation
Pranayama (Atemübungen) zur Aktivierung des Energieflusses
Asana (Körperhaltung) zur Mobilisierung der Wirbelsäule, Stärkung der Muskulatur und des Bindegewebes und Anregung des Stoffwechsels
Mantra (Om) Anfang und Ende einer Praxis werden entweder in Stille oder mit dem Singen des Mantras „Om“ begangen
Savasana (Tiefenentspannung) bis zu 10 Minuten vor Ende der Yoga-Übung können Körper und Geist die Anstrengung durch tiefe Entspannung besser aufnehmen

Welche Arten des Yoga gibt es?

Im Laufe der Jahrtausende haben sich viele verschiedene Arten der Yoga-Übungen ergeben. Die heute bekanntesten sind: Ashtanga Yoga, Spirit Yoga, Yin Yoga und viele andere. Welches Yoga für euch die beste Wahl ist, müsst ihr selbst herausfinden. Hier gilt: Probieren geht über Studieren. Stellt euch dabei aber immer die Frage, warum ihr Yoga praktizieren möchtet und richtet daran eure Art des Yoga aus.

Kann ich mit Yoga abnehmen?

Vermutlich sogar am besten, weil es am nachhaltigsten ist. Da Yoga nicht nur Bewegung, sondern eine grundlegende Veränderung des Lebensstils bedeutet, gewährleistet es den besten Erfolg auf lange Sicht.
Wichtiges Ziel des Yoga ist es, mit sich selbst im Einklang zu leben. Das wiederum schafft man aus reiner Willenskraft und Konsequenz. Überlegt euch also immer wieder: wie möchte ich leben und was brauche ich dazu? Ist es die Pizza am Abend oder eine kleine abendliche Runde Yoga, um mein Wohlbefinden zu reaktivieren?
Schwupps, seht ihr, wie ihr automatisch gesünder lebt und auch mal verzichtet, ohne euch etwas zu verbieten.
Ihr müsst keine Kalorien zählen, nur auf euer Gewissen und euren Wunsch hören. Ihr werdet zum Beobachter eurer eigenen Gewohnheiten und nur ihr habt es in der Hand, diese auch wieder abzulegen.

Welches Equipment brauche ich?

Für den Anfang reichen bequeme Leggins, eventuell Zehensocken und ein enger anliegendes Oberteil das beim „auf dem Kopf drehen“ nicht verrutschen kann. Ballonhosen eignen sich weniger zu Beginn, weil man immer am zuppeln ist, um eine Übung korrekt auszuführen. Die Kleidung sollte aber auf keinen Fall zu eng sein, dass sie euch in der Bewegung behindert oder gar verletzt! Angesagt sind absolute Wohlfühlklamotten.

Auch wäre eine Yoga-Matte nicht verkehrt, damit ihr weich liegt. Sie sollte mindestens 4 mm dick sein, um auch einen kleinen Stoß abzufangen, wenn ihr zu Beginn noch etwas unsicher und grober in der Bewegung seid.

Außerdem empfiehlt sich für Einsteiger ein Meditationskissen und Hilfestellungen bei den Übungen in Form von einem Yogablock, oder einem Yogagurt. Wer eine Extraschippe spirituelles Feeling drauf packen möchte, besorgt sich am besten eine CD mit Entspannungsklängen und Räucherstäbchen oder eine Ölduftlampe.

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