Kalkhaltiges Wasser

Fragen und Antworten

Viele Haushalte in Deutschland sind von „hartem Wasser“ betroffen.
Hartes Wasser bedeutet, dass das Leitungswasser einen hohen Kalkgehalt aufweist. Weiches Wasser heißt im Umkehrschluss: Leitungswasser mit niedrigem Kalkgehalt.
Welche Wasserqualität in eurem Haushalt herrscht, könnt ihr bei den örtlichen Wasserwerken oder den Stadtwerken erfragen. In manchen Fällen wird euch ein Teststreifen bereitgestellt, mit dem ihr eurer Wasser selbst prüfen könnt.

Doch hartes Leitungswasser lässt bei vielen Bewohnern immer wieder Bedenken aufkommen.
Aber sind diese überhaupt berechtigt?
Wir klären die 7 häufigsten Fragen rund um hartes Wasser auf!

#1 Ist hartes Wasser gesundheitsschädlich?

Nein.
Hartes Wasser ist lediglich Wasser mit hohem Kalkgehalt. Kalk wiederum besteht unter anderem aus Mineralien wie Magnesium, was wichtig zum Schutz der Knochen und Muskeln ist, und Kalzium, welches wir für den Knochenaufbau und die Zähne benötigen. Demnach kann hartes Wasser auch in gewisser Weise als Nahrungsergänzung dienen und ist sogar gesund!

„Verkalkungen“ im Körper haben damit absolut nichts zu tun. Das wäre „Arteriosklerose“, die von zu vielen ungesunden Fetten ausgelöst wird und die Arterien verstopft.

„Verkalken“ kann euch mit hartem Wasser höchstens der Duschkopf.

#2 Ist der Geschmack anders?

Verglichen mit weichem Wasser, oder gar Mineralwasser aus der Flasche, gibt es in gut gekühltem Zustand fast keine Unterschiede. Lediglich bei Heißgetränken kann sich ein Unterschied bemerkbar machen: Kaffee und Tee entfalten sich in weichem Wasser besser.
Unser Tipp: Filtert das Wasser vor dem Aufgießen von Heißgetränken.

#3 Macht hartes Wasser meine Geräte kaputt?

Tatsächlich sollte in einem Haushalt mit hartem Wasser sehr darauf geachtet werden, Elektrogeräte, die mit Wasser arbeiten (zum Beispiel Kaffeemaschinen, Waschmaschinen oder Geschirrspüler), regelmäßig zu entkalken.
Der Kalk kann sich nach einiger Zeit in den Behältern, der Pumpe und den Leitungen absetzen und letztendlich das Gerät beschädigen.
Eine Möglichkeit sanft und ohne chemischen Reiniger zu entkalken, ist zum Beispiel Essig mit Wasser im Mischverhältnis 1:1.

#4 Greift Kalk meine Keramik an?

Kalk greift eure Keramik, beispielsweise Fliesen in der Dusche, nicht an.
Jedoch sind Kalkseifenrückstände extrem hartnäckig. Sie entstehen, wenn Kalk mit Wasser und Seife trocknet, was in den meisten Waschstätten passiert. Die weißen Flecken sind unschön und durch Schrubben alleine nicht zu beseitigen.
Ein Essig-Wasser-Gemisch kann auch hier im Verhältnis 1:1 Abhilfe schaffen, bevor ihr zu chemischen Reinigern greift.
Vorbeugen könnt ihr die Flecken, indem ihr nach jedem Duschen die Duschkabine mit einem Gummi-Abzieher abzieht.

#5 Muss hartes Wasser gefiltert werden?

Wenn es ums Trinken von Leitungswasser geht, ist die Filtration freiwillig.
Dennoch gibt es sehr viele Kannen-Filtersysteme, die Kalk und andere Partikel aus dem harten Wasser filtern können. Eine Variante basiert beispielsweise auf Aktivkohle und ist somit natürlicher Herkunft.
Ihr könnt das Wasser zu bestimmten Zwecken aber auch einfach abkochen.

#6 Kann Leitungswasser schlecht werden?

Wird Wasser zu lange stehen gelassen, können sich Keime und Bakterien wunderbar darin fortpflanzen – das Wasser verdirbt. Dabei ist es übrigens egal, wie hart oder weich das Wasser ist. Selbst Mineralwasser aus der Flasche kann nach einiger Zeit ungenießbar werden.
Das ist übrigens auch der Grund, weshalb Wasser, beispielsweise in einer Kaffeemaschine, nicht allzu lange stehen gelassen werden sollte. Wenn ihr nicht die übermäßigen Kaffeetrinker seid, empfiehlt es sich, das restliche Wasser aus dem Tank zu entsorgen, wenn ihr die Maschine ausschaltet. Tipp: Füllt nur so viel Wasser ein, dass die Pumpe keine Luft zieht und es gerade so für euren Kaffeebedarf reicht.

#7 Ist hartes Wasser schädlich für meine Haut?

Jeder Körper ist ein Individuum – die Haut unser größtes Organ. Sie hält äußere Umweltfaktoren von unseren inneren Organen fern und schützt uns durch eine Barriere.
Kalk kann diese Barriere tatsächlich angreifen. Den meisten wird dieses Phänomen im Urlaub bereits aufgefallen sein. Rötungen und leichter Juckreiz sind meist die Folge, wenn man zuhause weiches Wasser gewohnt ist und Urlaub in einer Gegend mit sehr hartem Wasser macht.
Noch ein Phänomen: Ein höherer Seifenverbrauch – denn Seife schäumt weniger mit steigendem Kalkgehalt im Wasser. Folglich brauchen wir mehr Seife, um uns ordentlich zu waschen.

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