Gemüse vorziehen

Frisches Gemüse aus dem Garten im Sommer – jetzt schon vorziehen!

In deutschen Gärten werden häufig Tomaten, Zucchini und andere Gemüsesorten angepflanzt. Denn „Aus dem eigenen Garten schmeckt es immer besser!“

Um ein besonders ergiebiges Gemüsebeet zu haben, sollte jedoch alles frühzeitig in kleinen Mini-Gewächshäusern oder auf der Fensterbank vorgezogen werden. Wir erklären, was es dabei zu beachten gibt und verraten einige Tipps.

Warum eigentlich?

Man sollte verschiedenes Gemüse auf der heimischen Fensterbank vorziehen, um es vor FROST zu schützen. Würde man es zu dieser frühen Jahreszeit draußen anpflanzen, wären die Pflanzen bereits kaputt, bevor sie überhaupt ausgetrieben sind. Je nach Sorte sollte man mit dem Umpflanzen bis zum Ende des Spätfrühlings warten. Diese Sorten brauchen gleichmäßige Wärme und viel Feuchtigkeit zum Keimen. Wer keinen Platz oder nicht die Muße zum Vorziehen hat, kann sich alternativ die Jungpflanzen vor dem Sommer einfach kaufen.

Keimlinge wie Evolution

Sorten

Diese Sorten eignen sich zum Vorziehen zu Hause:
Tomaten
Paprika
Peperoni
Auberginen
Salat
Lauch
Zucchini
Kürbis
Gurken
Kohlsorten haben eine längere Keimdauer und müssen früher vorgezogen werden als andere Gemüsesorten.
Es gibt Ausnahmen, die lieber direkt ins Feld gepflanzt werden möchten, wie zum Beispiel Möhren, Rote Beete, Sellerie und anderes Wurzelgemüse.

Wann?

Oben genannte Gemüsesorten sollten nicht zu früh vorgezogen werden. Der Grund ist, dass die Samen nicht nur Feuchtigkeit und Wärme brauchen, sondern auch Sonnenlicht! Ohne genügend Sonnenlicht „vergeilen“ die Keime – das heißt, der Keim wird zu dünn und vertrocknet schnell.

Anfang bis Mitte März ist zum Vorziehen also eine optimale Zeit, da hier die Sonne schon viele Stunden am Tag scheint. Für Sorten, die länger zum Keimen brauchen, eignet sich Mitte bis Ende Februar am besten. Wann genau mit der Vorzucht begonnen werden soll, steht auf den gekauften Samentütchen immer drauf.

Die allerbeste und sicherste Auskunft über den Zeitpunkt der Vorzucht bekommt man jedoch bei seinen lieben Nachbarn! Fragt die Gartenliebhaber unter euch – sie kennen das herrschende Klima, die Böden und können gute Tipps geben 😉

Womit?

Die Erde, in der die Samen keimen sollen, ist neben Licht, Wärme und Feuchtigkeit ein entscheidender Faktor, damit die Samen überhaupt keimen können und starke Wurzeln bilden. Das Substrat (die Erde) sollte wenig Nährstoffe enthalten, damit sich am Keimling schnell starke Wurzeln bilden können. Gäbe es viele Nährstoffe, müsste die Wurzel nicht mehr lange suchen, um welche zu finden. Die Wurzeln würden folglich nicht besonders lang oder stark werden.

Keimlinge im Eierkarton

Wie?

Um Gemüse optimal vorzuziehen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wenn ihr schon mal vorgezogene Pflanzen fertig gekauft habt, eignen sich die Ton- oder Plastiktöpfe, in denen die Pflanzen drin waren, sehr gut, um neue Pflanzen darin vorzuziehen. Einfach Erde in den Topf geben, etwas befeuchten und die Samen laut Packungsanweisung einpflanzen. Wer auf Recycling oder Upcycling steht, kann die Erde auch in alte Eierkartons geben und darin die Pflanzen vorziehen. Mini-Gewächshäuser sind die optimale Lösung! In dem Gewächshäuschen herrscht durch das durchsichtige Dach eine konstante Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Zu beachten gilt es bei allen Methoden, dass die Samen (und später die Keime) auf keinen Fall austrocknen! Sprühflaschen zum Befeuchten eignen sich hervorragend, um auch im Gewächshaus die Bodenfeuchtigkeit beständig zu halten.

Danach

Zunächst werden die Jungpflanzen „pikiert“, sofern vorher mehrere in einem Topf vorgezogen wurden.
„Pikieren“ bedeutet die jungen Pflänzchen in Einzeltöpfe zu packen, damit sich die Wurzeln später nicht verzwirbeln. In zu engem Raum können sie sich nicht richtig entwickeln. Töpfe mit 8 – 9 cm Durchmesser sind jetzt optimal für eine Pflanze alleine.
Der richtige Zeitpunkt für das Pikieren ist, wenn die Pflanzen 2 echte Blattpaare entwickelt haben.
Und so wird’s gemacht!
Man schnappe sich einen Pikierstab (alternativ auch Eisstiel oder Löffelstiel) und befeuchtet den Topf mit einer Sprühflasche und frischem Wasser. Nun werden die kleinen Keimlinge ganz vorsichtig aus der Erde gehebelt. Die Keimlinge werden jetzt in ihren neuen Topf gepflanzt, in der schon Erde mit einem Loch vorbereitet wurde.

Vorgezogene Pflanzen bereit zum Auspflanzen

Fertig zum Auspflanzen!

Jeder kennt doch die „Eisheiligen“. Und genau das ist unser Stichwort! Wenn die Eisheiligen vorüber sind, dürfen die Pflänzchen endlich in die Freiheit!
Man sagt, die Eisheiligen gehen vom 11. bis 15. Mai. Danach wird es keinen Frosteinbruch mehr geben bis zum nächsten Winter.

Jetzt heißt es warten bis zur Ernte und danach guten Appetit!!
Wer sein ganzes Angebautes nicht alles alleine aufessen kann, darf gerne der Familie etwas abgeben oder kann es ganz einfach haltbar machen 😉

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